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Deutsch C2 · Lektion 5 · Einheit 5.4

Was heißt evidenzbasiert?

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Wissen mit Gewicht

Der Begriff evidenzbasierte Medizin bezeichnet den Anspruch, Entscheidungen auf die besten verfügbaren wissenschaftlichen Belege zu stützen und diese mit klinischer Erfahrung und den Wünschen der Betroffenen zu verbinden. Geprägt wurde die Diskussion maßgeblich durch Arbeiten aus den Neunzigerjahren.

Nicht jede Studie wiegt dabei gleich schwer. Randomisierte kontrollierte Studien, in denen die Teilnehmenden zufällig auf Gruppen verteilt werden, gelten als besonders aussagekräftig, weil sie Störfaktoren gleichmäßig verteilen. Beobachtungsstudien können wichtige Hinweise liefern, erlauben aber seltener Aussagen über Ursachen.

Für Laien ist die Studienlage oft schwer zu überblicken. Deshalb gibt es unabhängige Angebote, die Ergebnisse allgemein verständlich aufbereiten. In Deutschland gehört dazu das Portal gesundheitsinformation.de des IQWiG. Wer gesundheitliche Fragen hat, sollte sie dennoch immer mit Fachleuten besprechen.

Übung 4: Leseverstehen

Beantworten Sie die Fragen.

  1. Welche drei Elemente verbindet die evidenzbasierte Medizin?
  2. Warum gelten randomisierte kontrollierte Studien als besonders aussagekräftig?
  3. Was leisten Beobachtungsstudien?
Lösungen anzeigen
  1. Die besten wissenschaftlichen Belege, klinische Erfahrung und die Wünsche der Betroffenen.
  2. Weil die zufällige Verteilung Störfaktoren gleichmäßig auf die Gruppen verteilt.
  3. Sie liefern wichtige Hinweise, erlauben aber seltener Aussagen über Ursachen.