Deutsch B2 · Lektion 5 · Einheit 5.6
Eine Wunderbeere?
Hören · ca. 10 Min.
Hörszene: Was steckt dahinter?
Die Wissenschaftsjournalistin Lisa und ihr Kollege Ben bereiten einen Beitrag über eine Werbeanzeige vor. Das Produkt ist erfunden.
- BenLisa, schau mal: Diese Beere soll angeblich gegen Müdigkeit, Stress und Falten gleichzeitig helfen. Das kann doch nicht stimmen.
- LisaKlingt jedenfalls nach einem typischen Werbeversprechen. Wer steckt denn dahinter?
- BenEin Online-Shop, der die Kapseln direkt neben dem Artikel verkauft. Und es wird auf eine Studie verwiesen.
- LisaGibt es einen Link zur Studie?
- BenNein. Nur der Satz: Wissenschaftler haben herausgefunden. Kein Name, kein Datum, keine Zeitschrift.
- LisaDann dürfte es schwierig werden, das zu überprüfen. Vermutlich wird die Studie, falls es sie überhaupt gibt, vom Hersteller selbst bezahlt worden sein.
- BenUnd hier: Eine Kundin will nach zwei Wochen zehn Jahre jünger aussehen.
- LisaEinzelne Erfahrungsberichte sind halt kein Beweis. Das ist ja genau eines der Warnsignale, die das IQWiG nennt.
- BenAlso, was schreiben wir in unserem Beitrag?
- LisaWir beschreiben, wie man solche Anzeigen sprachlich erkennt. Ob das Produkt wirkt, beurteilen wir nicht, das ist nicht unsere Aufgabe.
Übung 6: Haben Sie alles verstanden?
Beantworten Sie die Fragen.
- Was soll die Beere angeblich bewirken?
- Warum ist der Hinweis auf die Studie problematisch?
- Was vermutet Lisa über die Studie?
- Was wollen die beiden in ihrem Beitrag tun?
Lösungen anzeigen
- Sie soll gegen Müdigkeit, Stress und Falten helfen.
- Es gibt keinen Namen, kein Datum und keine Zeitschrift.
- Sie dürfte vom Hersteller selbst bezahlt worden sein.
- Beschreiben, wie man solche Anzeigen sprachlich erkennt, ohne die Wirkung zu beurteilen.